1) Bietergemeinschaften (BGen):
BGen, die sich erst nach der Einreichung des Angebots gebildet haben, werden nicht zugelassen. Mehrfachbewerbungen einzelner Mitglieder einer BG sind unzulässig u. führen zum Ausschluss aller betroffenen BGen.
Bei BGen ist nur ein Angebot (Angebotsschreiben und bepreistes LV) einzureichen.
Für jedes Mitglied der BG ist ein eigener mit den erforderlichen Angaben ausgefüllter Eignungsbogen einzureichen.
Liegt bei einem Mitglied einer BG ein Ausschlussgrund nach den §§ 123, 124 GWB oder aufgrund des Bezugs zu Russland i.S.d. "Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren" (Artikel 5k) vor, so muss dieses Mitglied ersetzt werden.
Die Leistungsabgrenzung innerhalb der BG ist darzustellen.
2) Eignungsleihe (§ 47 VgV):
Beabsichtigt der Bieter im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche u. finanzielle sowie die technische u. berufliche Leistungsfähigkeit die Kapazitäten eines anderen Unternehmens in Anspruch zu nehmen u. erfüllt dieses Unternehmen die entsprechenden Eignungskriterien nicht od. liegt bei diesem Unternehmen ein Ausschlussgrund nach den §§ 123, 124 GWB od. aufgrund des Bezugs zu Russland i.S.d. Verordnung (EU) 2022/576 vor, so muss dieses Mitglied ersetzt werden.
Für jedes Unternehmen, dessen Kapazitäten in Anspruch genommen werden sollen, ist ein eigener mit den erforderlichen Angaben ausgefüllter Eignungsbogen einzureichen.
Zum Nachweis, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten des anderen Unternehmens zur Verfügung stehen, hat er eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieses Unternehmens mit dem Eignungsbogen bzw. dem Angebot vorzulegen.
3) Unteraufträge (§ 36 VgV):
Die TV-Befahrung und die Reinigung hat der Bieter bzw. ein Mitglied der Bietergemeinschaft im eigenen Betrieb auszuführen. Eine Vergabe an Nachunternehmer wird bei diesen kritischen Aufgaben nicht zugelassen.
Für Leistungen, für die eine Selbstausführung durch den Bieter / ein Mitglied der Bietergemeinschaft nicht vorgeschrieben ist, gilt Folgendes:
Beabsichtigt der Bieter eine Unterauftragsvergabe, so hat der Bieter die Teile des Auftrags, die er an Dritte zu vergeben beabsichtigt, u. - soweit bekannt und zumutbar - die Namen der vorgesehenen Unterauftragnehmer zu benennen. Der Bieter hat mit dem Angebot im Eignungsbogen Angaben zu den vorgesehenen Unterauftragnehmern u. dessen Vertretern sowie Erklärungen zum Vorliegen von Ausschlussgründen zu machen. Liegt bei dem Unterauftragnehmer ein Ausschlussgrund nach § 123 GWB, § 124 GWB od. aufgrund des Bezugs zu Russland i.S.d. Verordnung (EU) 2022/576 vor, so muss dieses Unternehmen ersetzt werden.
Zum Nachweis, dass dem Bieter die erforderlichen Mittel der anderen Unternehmen zur Verfügung stehen, hat er vor Zuschlagserteilung entsprechende Verpflichtungserklärungen vorzulegen.
4) Angebotsunterlagen / Vorlage von Nachweisen, Angaben und Unterlagen:
Für das Angebot sind die vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Formulare (bzw. anstelle des Eignungsbogens die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)) zu verwenden und vollständig ausgefüllt, in deutscher Sprache und in Textform (§ 126b BGB) bei der angegebenen Kontaktstelle einzureichen. Eine Unterschrift od. Signatur auf dem Angebotsschreiben, dem Leistungsverzeichnis sowie auf dem Eignungsbogen und auf den geforderten Anlagen ist nicht erforderlich. Es ist jedoch an den dafür vorgesehenen Stellen der Name der bevollmächtigten, natürlichen Person anzugeben, die für den Bieter die Eigenerklärung abgibt.
Das Angebot ist mit allen geforderten Unterlagen (Erklärungen und Nachweisen) bei der angegebenen Kontaktstelle vollständig elektronisch über den Projektraum zum Verfahren auf der Vergabeplattform Kommunen Rheinland-Pfalz (rlp.vergabekommunal.de) einzureichen.
Die Abgabe des Angebotes in elektronischer Form ist nur mit dem cosinex Desktop-Bietertool oder alternativ rein webbasiert (direkt über den Browser ohne Nutzung des Bietertools) im Projektraum zum Verfahren auf der Vergabeplattform im Bereich "Angebote" möglich.
Eine detaillierte Anleitung zur Abgabe von Angeboten finden Sie unter: https://csx.de/JiViu. Zur Abgabe über das Bietertool finden Sie außerdem eine "Schritt für Schritt"-Anleitung auf der Website der Zentralen Vergabestelle ZUCK unter: https://ikz-zuck.de/infos-fuer-bieter/. Weitere Informationen, insbes. Hilfestellungen bei techn. Problemen, finden Sie unter https://support.cosinex.de/unternehmen/.
Das Angebot muss alle geforderten Unterlagen enthalten. Die Angaben sind wahrheitsgemäß zu machen. Änderungen des Bieters an seinen Eintragungen müssen zweifelsfrei sein.
Änderungen an den Vergabeunterlagen sind unzulässig.
Nicht form- oder nicht fristgerecht eingereichte Angebote werden vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.
Das Angebot muss die geforderten Erklärungen u. Nachweise enthalten. Die Angaben sind wahrheitsgemäß zu machen. Änderungen des Bieters an seinen Eintragungen müssen zweifelsfrei sein. Änderungen an den Vergabeunterlagen sind unzulässig.
Nicht form- u. fristgerecht od. in Papierform eingereichte Angebote, Eignungsbögen u. Unterlagen bzw. formlose Anträge, die nicht unter Verwendung der Formulare des Auftraggebers bzw. der EEE gestellt werden, werden vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.
Für die Erstellung und Einreichung des Angebots sowie der weiteren Erklärungen und Nachweise / Unterlagen werden keine Entschädigungen / Vergütungen gezahlt.
5) Erhalt der Vergabeunterlagen/Aufforderung zur Angebotsabgabe:
Die Vergabeunterlagen werden ausschließlich über das Vergabeportal im Projektraum zum Verfahren zur Verfügung gestellt. Diese können dort kostenlos bis zum Schlusstermin für den Eingang der Angebote heruntergeladen werden und Nachrichten der Vergabestelle können dort eingesehen werden. Es gelten hierfür die AGB des Vergabeportals.
6) Kommunikation:
Die Kommunikation im Vergabeverfahren erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform. Fragen zum Vergabeverfahren können daher ausschließlich über das Kommunikationstool des Projektraums gestellt werden. Zum Versenden von Nachrichten sind die Registrierung und Bestätigung der Teilnahme am Verfahren erforderlich.
7) Information zum Wettbewerbsregister:
Der Auftraggeber ist gemäß §99 GWB öffentlicher Auftraggeber und somit gesetzlich verpflichtet, ab einer Auftragssumme von 30.000 EUR netto über den Bieter, auf dessen Angebot der Zuschlag erfolgen soll, eine Auskunft aus dem Wettbewerbsregister nach § 6 Abs. 1 S. 1 des Wettbewerbsregistergesetzes einzuholen.
8) Ausschreibungsbedingungen / Ausschlussgründe:
Es ist eine Erklärung abzugeben, ob die in den §§ 123 oder 124 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) genannten Ausschlussgründe vorliegen (einschließlich der Ausschlussgründe nach § 21 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, § 98c des Aufenthaltsgesetzes und § 19 des Mindestlohngesetzes).
Es dürfen nur solche Bewerber am Wettbewerb teilnehmen u. eine Auftragsvergabe ist nur an solche Bieter möglich, bei denen ein Bezug zu Russland im Sinne der "Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren" (Artikel 5k) nicht vorliegt. Als Nachweis ist eine entsprechende Eigenerklärung vorzulegen.
9) Verifizierende Teststellung
Der Auftraggeber behält sich vor, zur Feststellung, ob die angebotene Leistung die in der Leistungsbeschreibung bzw. dem Leistungsverzeichnis vorgegebenen Kriterien erfüllt, vor Zuschlagserteilung eine für den Auftraggeber unentgeltliche TV-Befahrung einer Probehaltung (verifizierende Teststellung) durch den Bestbietenden durchführen zu lassen. Weitere Bieter in der Rangfolge werden nur dann zur Probe-TV-Befahrung aufgefordert, wenn die Testung des Bestbietenden ergibt, dass nicht alle Leistungsanforderungen gemäß der Leistungsbeschreibung bzw. dem Leistungsverzeichnis erfüllt werden.
Hierzu werden vom Auftraggeber Bestandsdaten auf Datenträger im Format XML 2017 der Schächte, Haltungen und Hausanschlussleitungen bereitgestellt. Daraus soll eine Optische Inspektion mit den vertraglich vereinbarten Kamerasystemen und der geforderten Inspektionsqualität in einer festgelegten Haltung in der Verbandsgemeinde Kaisersesch mit 2 Schächten, einer Haltungslänge von 50,00 m (DN 250), 6 Mischwasserhausanschlüssen und 2 Straßenabläufen (DN 150) von AN durchgeführt werden. Die Inspektion der Haltung muss mit einer 3D-4K Kugelbildscanner-Anlage und die Schachtinspektion mit einem 4K Kugelscanner in HD-Qualität erfolgen. Für die Hausanschlussleitungen sowie Straßenabläufe muss eine 3D-Lageverlaufsmessung und -darstellung mit Satellitenkamera georeferenziert durchgeführt werden.
Sollten die Ergebnisse der Probe-Befahrung ergeben, dass die angebotene Leistung nicht allen Anforderungen der Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis entspricht, wird der Bieter mit seinem Angebot ausgeschlossen und der nächste Bieter in der Rangfolge zur TV-Befahrung der Probehaltung aufgefordert.
Nähere Angaben zur Haltung u. ein Termin zur Befahrung werden dem betreffenden Bieter rechtzeitig bekannt gegeben. Die im Rahmen der TV-Befahrung digitalisierten Aufnahmen sind dem Auftraggeber zur Auswertung zur Verfügung zu stellen.
10) Es gelten die Bewerbungsbedingungen, welche in den Vergabeunterlagen enthalten sind.
11) Hinweis zu den Zuschlagskriterien
Zuschlagskriterium ist allein der Preis. Die Bewertung erfolgt über prozentual gewichtete Kriterien, wobei dem einzigen Kriterium Preis eine Wichtung von 100% zukommt.
Auf Grund eines techn. Problems ist es aktuell nicht möglich, dies eindeutig in der Bekanntmachung darzustellen.