Die ZAK transportiert Biomüll sowie Kompost mittels einer Schwerlastsattelzugmaschine auf dem Betriebsgelände. Das Betriebsgelände ist dabei besonders herausfordernd, da es sich um abschüssiges Gelände handelt, welches sich gleichzeitig durch eine dichte Bebauung im Anlagenbereich auszeichnet. Die Schwerlastsattelzugmaschine muss dabei innerhalb der Anlagen die Auflieger in sehr enge und unübersichtliche Boxen einfahren. In einer Anlage muss die Schwerlastsattelzugmaschine Auflieger unterhalb von Förderbändern punktgenau rangieren. Da die Förderbänder über Stützpfeiler verlaufen, ist ein rangieren zwischen den Stützpfeilern ohne Tuschschieren dieser erforderlich. Aufgrund dieser Anforderung kommt rückwärtiges rangieren nicht in Betracht. Somit ist eine hohe Rangierfähigkeit erforderlich. Zudem muss die Schwerlastsattelzugmaschine von allen Seiten zugänglich sein, da es innerhalb der Anlagen vorkommt das eine oder auch beide Seiten nicht zugänglich sind. In letzterem Fall ist ein Einsteigen von hinten erforderlich.
Gleichzeitig befördert die Terberg die beladenen Auflieger innerhalb des Firmengeländes. Dort befindet sie sich im Verkehr mit einer betriebenen DK I Deponie und damit am Tag hunderten 40 Tonner sowie Radladern bis zur Größe L150 sowie PKWs von Privatpersonen und Mitarbeitern. Um hier Unfälle zu vermeiden, muss die Terberg die zuvor rückwärtig rangierten Auflieger vorwärts wieder herausziehen. Darüber hinaus ist ein schneller Wechsel zwischen dem rückwärtigen rangierenden zum vorwärts ziehenden Betrieb erforderlich. Diese hohe Rangierfähigkeit wird unteranderem durch den 180° Drehsitz mit logischer Lenkumstellung und mitschwingender Pedalerie ermöglicht, da diese sowohl beim Vorwärts als auch beim Rückwärtsfahrten immer in Fahrtrichtung zu schauen und eine optimale Übersicht zu behalten.
Das Gelände der ZAK verfügt über erhebliche Steigungen und Gefälle beispielsweise ein Gefälle auf 300m Länge von über 50m Höhe. Zudem handelt es sich in den Außenanlagen um teilweise sehr verschmutze und rutschige Straßen. Abhängig von der Wetterlage verschärft sich die Situation, welche zudem aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens die stehts, maximale Kontrolle über das Fahrzeug erfordert. Auch in den Innenanlagen ist die Belastung der Böden zwischen den Stützpfeilern aufgrund des Bioabfalls und der daraus folgenden verringerten Griffigkeit des Bodens stark herausfordernd. Ein Permanenter Allradantrieb und ein leistungsstarker Motor sind zur Gewährleistung eines sicheren Arbeitens zwingend erforderlich.
Die zu befördernde Auflieger überschreiten das Gewicht von 40t regelmäßig deutlich. Es ist daher erforderlich das sehr schwere Lasten problemlos, sicher und Millimetergenau bewegt werden können. Ebenso ist es zwingend erforderlich das die Sattelplatte mit voll beladenem Auflieger ca 40t um ca. 20cm angehoben werden kann, damit ein sicheres und schnelles Abstellen der Auflieger gewährleistet ist.
Die ZAK verfügt über 7 Fliegl 3 Achs Abschiebe-Sattelauflieger und einen Hakenlift-Sattelauflieger mit Meiller Aufbau die mit der Terberg bewegt werden müssen. Diese Sattelauflieger sind auf die Anschlüsse wie z.B Hydraulik, Pneumatik und Elektrik auf die Terberg Zugmaschinen ausgelegt.
Diese Anforderungen werden, wie jahrelange Erfahrungen der ZAK bestätigen durch die Terberg RT 323 Zugmaschine erfüllt.
Zudem ist die ZAK eigene Werkstatt für Notreparaturen an den Terberg RT ausgerüstet und kennt sich an der verbauten Technik aus. Dafür betreibt die Werkstatt auch eine Lagerhaltung für Verschleißteile, Reifen und Verbrauchsmaterialien für die Terberg RT, um den Betrieb der kompletten Anlagen aufrecht zu erhalten und Ausfälle auf Grund von Lieferengpässe bei entsprechenden Produkten zu vermeiden. Die Werkstatt betreibt dafür ein Marktmonitoring und legt frühzeitig neue Lager an, wenn sich Lieferprobleme in der Zukunft abzeichnen. Insbesondere in den Jahren 2020, 2021,2022 und 2023 haben sich die immer wieder unterbrochenen Lieferketten zu einem stetig wachsenden Problem entwickelt, welches die Werkstatt durch das obige Vorgehen abfedern konnte. Weiter ist die Werkstatt fachlich wie auch technisch auf Arbeiten an den Terberg RT ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund wäre die Werkstatt auf andere Zugmaschinen nicht ausgerichtet, um dies zu ändern würde ein erheblicher Personeller wie auch technischer und Lagerkapazitätsmäßiger Aufwand erforderlich.