Art der Leistung
Kampfmitteluntersuchung
Umfang der Leistung
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bruchmühlbach-Miesau plant die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets ("Am Harzofen") in Bruchmühlbach-Miesau. Zu dessen Erschließung sind diverse Bodeneingriffe bis in verschiedene Tiefen vorgesehen. Gemäß Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG §9) ist dafür zu sorgen, dass eine Gefährdung durch Kampfmittel ausgeschlossen wird.
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bruchmühlbach-Miesau beauftragte ein Ingenieurbüro mit der Bewertung eines potenziellen Kampfmittelverdachtes durch eine Luftbildauswertung mit historischer Recherche durchzuführen.
Laut Abschlussbericht befindet sich das Projektareal in der Nähe eines Bombenabwurfgebiets aus dem Zweiten Weltkrieg sowie von Stellungen und Bunkerbereichen.
Dementsprechend wurde das Baufeld der Kategorie 2 der Baufachlichen Richtlinie Kampfmittelräumung (BFR KMR) zugeordnet. Es besteht weiterer Handlungsbedarf hinsichtlich Kampfmitteluntersuchungen.
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bruchmühlbach-Miesau beauftragte ein Ingenieurbüro mit der Planung der Kampfmitteluntersuchungen in Form eines Sondier- und Räumkonzeptes entsprechend der BFR KMR und unter Berücksichtigung der landesspezifischen Anforderungen als Grundlage für die Durchführung von Kampfmittelsondierungen und Kampfmittelräumungen im betreffenden Baufeld.
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Bruchmühlbach-Miesau
Ortsteil: Bruchmühlbach
Objekt: Gewerbegebiet "Am Harzofen"
Das Projektgebiet umfasst die Erschließungsflächen zur Entwicklung des Gewerbegebiets "Am Harzofen" und befindet sich am östlichen Ortsrand der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau. Das Areal weist eine Gesamtgröße von ca. 6,4 ha auf. Die untersuchungsrelevanten Flächen umfassen insgesamt ca. 4.500 m2. Unmittelbar nördlich des Projektgebiets verläuft die Bahnstrecke Homburg -Kaiserslautern. In einer Entfernung von etwa 200 m verläuft nördlich die Bundesautobahn A6. Südlich grenzt die Kaiserstraße / L395 zwischen Bruchmühlbach-Miesau und Hauptstuhl an das Projektgebiet an. Südwestlich schließt die Bruchstraße mit angrenzender Wohnbebauung an. Nördlich der Bahnstrecke befindet sich ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Der nördliche Teil des L-förmigen Projektareals wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Die Baufeldflächen im südlichen Teil bestehen überwiegend aus einer niedrigen bis mittelhohen, abschnittsweise auch dichten Vegetation mit Gräsern, krautigen Pflanzen, Sträuchern und einzelnen Gehölzen.
Teilweise handelt es sich um brachgefallene beziehungsweise ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen. In Teilbereichen ist die Vegetation stark verfilzt und weist einen hohen Deckungsgrad auf. Vereinzelt befinden sich kleinere Gehölze
und Buschgruppen innerhalb des Baufeldes oder an dessen Rand. Das Gelände ist insgesamt eben bis schwach geneigt und weist keine befestigten Flächen auf.
Entsprechend des Sondier- und Räumkonzeptes wurden folgende Kampfmittel-sondierungen und -räumungen als effektiv bewertet:
1.Vermessung und Markierung der Untersuchungsfläche.
2. Rodung und Freischnitt der Untersuchungsflächen: Fruchttragende Felder sollten abgeerntet sein, Wurzelstöcke sollten nach Möglichkeit oberflächennah abgetrennt werden, können aber vorerst im Boden verbleiben (Arbeiten erfolgen durch separate Beauftragung eines Unternehmens durch den AG)
3. EDV-gestützte Oberflächensondierung mit Magnetik (ca. 12.500 m2) entsprechend BFR KMR TS A-9.3.9 und nach Vorgaben der Landesarchäologie RLP im Bereich der Kampfmittelverdachtsflächen auf Wiesen-/Ackerflächen mit anschließender Auswertung von kampfmittelverdächtigen Störkörpern sowie potenzieller Überreste von Bunkeranlagen.
4. Einzelpunkträumung entsprechend BFR KMR TS A-9.4.5 auf Grundlage der Ergebnisse der Oberflächensondierung.
5. Durchführung von Suchschürfen im Bereich der Bunkeranlagen unter Begleitung des Denkmalschutzes.